Geschichte der Hypnose

Hypnose und Trancezustände werden seit der Frühzeit der Menschheit, z.B. im Schamanismus, im alten Ägypten von den Priestern und als Heilschlaf in den Tempeln des antiken Griechenlandes, verwendet.

Anwendungsbereiche waren vor allem die Heilung von Krankheiten und die Unterstützung von Veränderungen auf der Ebene der Identität. Zum Beispiel in Ritualen, die den Übergang vom Jugendlichen zum Erwachsenen begleiten.

Wissenschaftlich wurde die Hypnose um 1770 von Franz Anton Mesmer wiederentdeckt. Mesmer führte bei seinen PatientInnen durch streichen mit den Händen einen Trance-Zustand herbei und erzielte damit beeindruckende Heilungserfolge.

Im 19. Jahrhundert war Frankreich mit den Schulen in Nancy (Ambroise-Auguste Liébeault, Hippolyte Bernheim) und Paris (Jean-Martin Charcot) führend in der Erforschung der Hypnose für die Anwendung in der Psychiatrie. Sigmund Freud studiertet bei Jean-Martin Charcot und kam mit der Hypnose in Kontakt. Aus dem Konzept des Unbewussten der Hypnose entwickelte er die Psychoanalyse.

Im 20. Jahrhundert entwickelte im amerikanischen Raum der Psychiater Milton H. Erickson eine neue Form der Hypnotherapie, die heute als die modernste Form der Hypnose gilt und aus der sich weitere psychologische Methoden wie z. B. das NLP (Neurolinguistisches Programmieren) entwickelt haben.

Durch die Integration der Psychoanalyse Sigmund Freuds in die Hypnose entstand die Hypnoanalyse.

Die moderne, in Österreich anerkannte, Hypnosepsychotherapie integriert die drei wesentlichen Strömungen innerhalb der Hypnose. Die direkte Beeinflussung von körperlichen Prozessen (z.B. Schmerzausschaltung, Stoffwechsel…), die aufdeckende Hypnoanalyse für die Behandlung von frühen Störungen und schwerden psychischen Erkrankungen und den Lösungs- und Zukunftorientierten Ansatz von Milton H. Erickson.