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Hypnose Psychotherapie – Franz Podek

Burnout, Boreout und chronischer Stress

Sie funktionieren noch. Aber es kostet jeden Tag mehr Kraft, und die Erholung reicht nicht mehr aus. Vielleicht ist es zu viel geworden. Vielleicht auch zu wenig.

Kostenloses Erstgespräch

Wenn die Kraft nicht mehr reicht

Vielleicht kennen Sie das: Am Sonntagabend zieht sich der Magen zusammen. Im Urlaub brauchen Sie eine Woche, bis Sie überhaupt ankommen, und kaum sind Sie zurück, ist alles wie vorher. Sie schlafen schlecht, obwohl Sie todmüde sind. Dinge, die Ihnen früher Freude gemacht haben, sind nur noch ein weiterer Punkt auf der Liste. Und irgendwo im Hinterkopf die Frage: Wie lange geht das noch gut?

Erschöpfung hat viele Gesichter. Bei manchen Menschen ist es zu viel: zu viel Arbeit, zu viel Verantwortung, zu viele Menschen, die etwas brauchen. Bei anderen ist es zu wenig: zu wenig Sinn, zu wenig Herausforderung, zu wenig, das sie wirklich berührt. Beides kann gleichermaßen auslaugen.

Chronischer Stress: wenn der Alarm nicht mehr abschaltet

Stress an sich ist nichts Schlechtes. Er ist die Fähigkeit des Körpers, in kurzer Zeit alle Kräfte zu mobilisieren: Herz und Atmung beschleunigen sich, die Muskeln spannen sich an, die Aufmerksamkeit wird scharf. Für eine Prüfung, einen wichtigen Termin, eine Gefahr ist das genau richtig. Danach folgt im besten Fall die Entspannung, und der Körper erholt sich.

Zum Problem wird Stress, wenn diese Erholung ausbleibt. Wenn auf die eine Anforderung gleich die nächste folgt und der Körper gar nicht mehr aus der Alarmbereitschaft herauskommt. Dann wird aus einer sinnvollen Reaktion ein Dauerzustand, der an den Reserven zehrt. Wie sich das im Körper zeigen kann, beschreibe ich ausführlicher auf der Seite Psychosomatik.

Typische Anzeichen von chronischem Stress:

  • Sie können nicht mehr abschalten, auch nicht am Abend oder im Urlaub
  • Sie schlafen schlecht ein oder wachen nachts mit kreisenden Gedanken auf
  • Sie sind schneller gereizt, ungeduldig, dünnhäutig
  • Verspannungen, Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Herzklopfen
  • Sie vergessen mehr, können sich schlechter konzentrieren
  • Pausen, Hobbys und Freundschaften kommen immer öfter zu kurz

Burnout: ausgebrannt

Ein Burnout kommt selten plötzlich. Meist beginnt es mit großem Engagement: Menschen, die sich einsetzen, die verlässlich sind, die nicht Nein sagen. Über Monate oder Jahre geben sie mehr, als zurückkommt. Irgendwann reicht die Kraft nicht mehr, und der Körper zieht die Notbremse.

Drei Merkmale sind typisch:

Erschöpfung. Eine tiefe Müdigkeit, die auch durch Schlaf und freie Tage nicht mehr verschwindet. Körperlich, emotional, geistig.

Innere Distanz. Wo früher Begeisterung war, sind jetzt Gleichgültigkeit, Zynismus oder Abwehr. Kolleg:innen, Klient:innen, manchmal auch die eigene Familie werden zur Last.

Das Gefühl, nichts mehr zu schaffen. Aufgaben, die früher leicht von der Hand gingen, werden zur Mühe. Fehler häufen sich, das Selbstvertrauen schwindet.

Burnout entsteht nicht nur im Beruf. Auch wer Angehörige pflegt, Kinder allein großzieht oder über lange Zeit in einer belastenden Lebenssituation steckt, kann ausbrennen.

Boreout: wenn zu wenig genauso erschöpft

Über Boreout wird seltener gesprochen, weil sich Betroffene oft dafür schämen. Der Begriff beschreibt einen Zustand chronischer Unterforderung: Arbeit, die keinen Sinn ergibt, die nicht fordert, bei der die eigenen Fähigkeiten brachliegen. Viele Betroffene halten nach außen den Anschein von Beschäftigung aufrecht, und gerade das kostet enorm viel Kraft.

Das Erstaunliche: Die Folgen ähneln denen eines Burnouts. Müdigkeit, Lustlosigkeit, Gereiztheit, Schlafprobleme, das Gefühl, dass das Leben an einem vorbeizieht. Dazu kommt oft die Frage, warum man sich nicht einfach freuen kann, dass es „so ruhig“ ist.

Boreout ist kein Luxusproblem. Menschen brauchen das Gefühl, gebraucht zu werden und etwas zu bewirken. Fehlt das über lange Zeit, leidet die Psyche genauso wie bei zu viel Druck.

Was dahinter liegt

Warum brennen manche Menschen aus und andere nicht, unter ganz ähnlichen Bedingungen? Die äußeren Umstände spielen eine große Rolle. Aber oft gibt es auch innere Gründe, die es schwer machen, rechtzeitig gegenzusteuern.

Viele Menschen tragen innere Antreiber in sich, die sie früh gelernt haben: „Sei perfekt.“ „Mach es allen recht.“ „Sei stark, zeig keine Schwäche.“ „Streng dich an.“ Diese Sätze haben einmal geholfen, Anerkennung zu bekommen oder schwierige Situationen zu bewältigen. Heute verhindern sie, dass Grenzen gespürt und ernst genommen werden.

Beim Boreout ist es oft umgekehrt: Wünsche und Fähigkeiten, die keinen Platz bekommen haben. Die Angst vor Veränderung, die größer ist als die Unzufriedenheit. Die Frage, was man eigentlich mit seinem Leben anfangen will, die lange nicht gestellt wurde.

Die Hypnosepsychotherapie ist tiefenpsychologisch fundiert. Deshalb schauen wir nicht nur auf die Erschöpfung, sondern auch darauf, woher diese Muster kommen.

Wo Hypnosepsychotherapie ansetzt

Erholung wieder möglich machen. Trance ist ein Zustand tiefer Ruhe bei wacher Aufmerksamkeit. Für viele erschöpfte Menschen ist es das erste Mal seit langem, dass das Stresssystem wirklich herunterfährt. Mit Selbsthypnose lernen Sie, diesen Zustand auch zu Hause in wenigen Minuten herzustellen – als Pause, die tatsächlich erholt.

Muster erkennen und verändern. Wir gehen den inneren Antreibern nach: Woher kommen sie, wofür waren sie einmal gut, was brauchen Sie heute stattdessen? In Trance lassen sich neue Haltungen nicht nur verstehen, sondern auch erleben und einüben.

Neu ausrichten. Ob zu viel oder zu wenig: Am Ende steht oft die Frage, wie es weitergehen soll. Was ist Ihnen wichtig? Wo sind Ihre Grenzen? Was wollen Sie verändern, und was nicht? Diese Fragen beantworten Sie selbst. Die Therapie gibt den Raum dafür.

Wie die Arbeit konkret aussieht

Im kostenlosen Erstgespräch erzählen Sie, wie es Ihnen geht und was Sie sich wünschen. In den ersten Sitzungen steht die Entlastung im Vordergrund: Sie lernen eine kurze Selbsthypnose, und wir schauen, wo im Alltag kleine Erholungsinseln möglich sind. Wenn wieder etwas Boden unter den Füßen ist, geht es an die Muster und Fragen dahinter.

Wenn Sie körperliche Beschwerden haben, lassen Sie diese bitte ärztlich abklären. Erschöpfung kann auch körperliche Ursachen haben, etwa eine Schilddrüsenerkrankung oder Blutarmut.

Worauf wir hinarbeiten

Die Ziele legen wir gemeinsam fest. Häufige Ziele sind:

  • wieder abschalten und sich erholen können
  • besser schlafen
  • die eigenen Grenzen früher spüren und Nein sagen können
  • verstehen, was Sie antreibt – oder was Ihnen fehlt
  • wieder Freude an Dingen empfinden, die Ihnen wichtig sind
  • eine klarere Vorstellung davon, wie es beruflich und privat weitergehen soll

Häufige Fragen

Ist Burnout eine Krankheit?

Burnout ist keine eigenständige Diagnose. Die Weltgesundheitsorganisation beschreibt es als Folge von chronischem Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich bewältigt wurde. Die Beschwerden sind trotzdem real und können in eine Erkrankung münden, etwa eine Depression, eine Angststörung oder körperliche Beschwerden.

Wie unterscheiden sich Burnout und Depression?

Die beiden überschneiden sich stark. Ein Burnout ist oft an eine bestimmte Lebenssituation gebunden, häufig den Beruf. Bei einer Depression ist die Niedergeschlagenheit meist umfassender und betrifft alle Lebensbereiche. Ein lange andauerndes Burnout kann in eine Depression übergehen. Was bei Ihnen zutrifft, klären wir im Gespräch.

Ist Boreout wirklich ernst zu nehmen?

Ja. Chronische Unterforderung kann genauso erschöpfen wie Überforderung. Viele Betroffene sprechen nicht darüber, weil sie fürchten, nicht ernst genommen zu werden. Hier werden Sie ernst genommen.

Muss ich meinen Job kündigen?

Nein. Ob und was Sie verändern, entscheiden Sie. Oft zeigt sich in der Therapie, dass es mehr Spielraum gibt als gedacht – manchmal auch, dass eine größere Veränderung ansteht. Beides ist in Ordnung.

Kann ich während der Therapie weiterarbeiten?

In den meisten Fällen ja. Wenn Sie so erschöpft sind, dass das nicht mehr geht, ist eine Pause sinnvoll. Ob Sie krankgeschrieben werden, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Was kann ich selbst sofort tun?

Pausen ernst nehmen, auch kurze. Schlaf schützen. Bewegung, die Ihnen guttut, nicht noch ein Leistungsprogramm. Mit jemandem sprechen, dem Sie vertrauen. Und die Erschöpfung nicht mit noch mehr Disziplin bekämpfen, sondern sie als Signal verstehen.

Übernimmt die Krankenkasse einen Teil der Kosten?

Burnout allein ist keine Diagnose im Sinne der Krankenkasse. Häufig liegt aber eine psychische Belastung mit Krankheitswert vor, etwa eine Erschöpfungsdepression, eine Anpassungsstörung oder Angst. Dann erhalten Sie einen Zuschuss. Den Ablauf erkläre ich Ihnen im Erstgespräch.

Wie lange dauert eine Therapie?

Das hängt davon ab, wie lange die Belastung schon besteht und was dahinter liegt. Viele Klient:innen erleben die Selbsthypnose schon früh als Entlastung. Nach den ersten Sitzungen können wir gemeinsam einschätzen, welcher Rahmen sinnvoll ist.

Wenn Sie wissen wollen, ob das für Sie passt: Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.

Ein erstes Gespräch, kostenlos und unverbindlich

Schreiben Sie mir über das Formular, ich rufe Sie zurück. Im telefonischen Erstgespräch erzählen Sie, worum es geht, und stellen Ihre Fragen. Wir klären, ob es passt – für beide Seiten.

Bitte schreiben Sie hier keine ausführlichen Gesundheitsangaben. Das besprechen wir persönlich.

PraxisFranz Podek, Bahngasse 2/1, 7202 Bad Sauerbrunn
Die Praxis in Bad Sauerbrunn ist gut erreichbar aus Wiener Neustadt, Mattersburg, Eisenstadt und Wien.Anfahrt