Traumatherapie im Burgenland
Manches ist lange vorbei und trotzdem nicht vergangen. Es meldet sich im Körper, in Träumen, in Momenten, in denen Sie es nicht erwarten.
Wenn Vergangenes nicht vergangen ist
Vielleicht erleben Sie, dass ein Geräusch, ein Geruch oder ein Tonfall Sie schlagartig in einen Zustand versetzt, der nicht zur Situation passt. Dass Sie schlecht schlafen, ständig auf der Hut sind oder sich innerlich wie abgeschaltet fühlen. Dass Sie bestimmte Orte, Menschen oder Themen meiden, weil es sonst zu viel wird.
Das sind keine Schwächen. Es sind Schutzreaktionen, die einmal notwendig waren und heute zu viel Raum einnehmen. Manche Menschen können genau benennen, was damals passiert ist. Andere spüren nur, dass etwas nicht stimmt, und haben keine klare Erinnerung dazu. Beides ist ein guter Grund, sich Unterstützung zu holen.
Wie sich Belastung und Trauma zeigen können
Nicht jede schwere Erfahrung führt zu einer Traumafolgestörung, und nicht jede Reaktion ist gleich. Fachlich werden drei häufige Formen unterschieden. Die Unterscheidung hilft, die eigene Situation einzuordnen – die genaue Einschätzung gehört aber ins persönliche Gespräch.
Akute Belastungsreaktion
Die unmittelbare Reaktion auf ein außergewöhnlich belastendes Ereignis, etwa einen Unfall, einen Überfall oder eine plötzliche schlimme Nachricht. Sie setzt innerhalb von Minuten bis Stunden ein. Viele Menschen fühlen sich dann wie betäubt oder wie im Film, sind verwirrt oder im Gegenteil völlig aufgedreht, zittern, haben Herzrasen, können nicht schlafen oder nicht weinen.
Wichtig zu wissen: Das ist eine normale Reaktion auf ein unnormales Ereignis. Meist klingt sie innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen von selbst ab. Was in dieser Zeit am meisten hilft, sind Sicherheit, Ruhe und vertraute Menschen. Hilfreich ist es, wenn jemand da ist, der zuhört, ohne zu drängen.
Anpassungsstörung
Nicht immer ist es ein einzelnes dramatisches Ereignis. Auch einschneidende Veränderungen können aus der Bahn werfen: eine Trennung, der Tod eines nahestehenden Menschen, der Verlust der Arbeit, eine schwere Diagnose, ein Umzug, die Pensionierung. Von einer Anpassungsstörung spricht man, wenn jemand mit einer solchen Veränderung länger und stärker zu kämpfen hat, als es im Alltag gut geht.
Typisch sind Niedergeschlagenheit, Ängste und Sorgen, Reizbarkeit, Schlafprobleme und das Gefühl, mit dem eigenen Leben nicht mehr zurechtzukommen. Die Beschwerden beginnen meist innerhalb weniger Wochen nach dem Ereignis und bessern sich häufig im Lauf einiger Monate. Psychotherapeutische Begleitung kann helfen, die Veränderung zu verarbeiten und neuen Halt zu finden – und verhindern, dass sich die Belastung festsetzt.
Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
Wenn die Reaktion auf ein bedrohliches Erlebnis nicht abklingt, sondern bleibt oder sich sogar erst Wochen oder Monate später zeigt, kann eine Posttraumatische Belastungsstörung entstanden sein. Das Erlebte ist dann nicht als abgeschlossene Erinnerung abgespeichert, sondern drängt sich immer wieder in die Gegenwart.
Typisch sind drei Gruppen von Beschwerden:
- Wiedererleben: Erinnerungen, die sich ungewollt aufdrängen, Albträume, Momente, in denen es sich anfühlt, als würde es gerade wieder passieren
- Vermeidung: Orte, Menschen, Gespräche oder Gefühle, die daran erinnern, werden gemieden; manchmal fühlt sich das Leben wie taub an
- Übererregung: ständige Wachsamkeit, Schreckhaftigkeit, Schlafstörungen, Reizbarkeit, Konzentrationsprobleme
Wenn belastende Erfahrungen nicht einmalig waren, sondern über längere Zeit bestanden – häufig in der Kindheit –, spricht man von einer komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung. Dann kommen oft weitere Schwierigkeiten dazu: Gefühle, die schwer zu regulieren sind, ein tief sitzendes Gefühl von Scham oder Wertlosigkeit, Schwierigkeiten, anderen zu vertrauen und Nähe zuzulassen.
Eine PTBS lässt sich psychotherapeutisch behandeln, auch wenn das Erlebte lange zurückliegt. Wichtig ist ein Vorgehen, das Sicherheit an erste Stelle stellt.
Warum Hypnose hier ansetzen kann
Traumatische Erfahrungen werden nicht wie gewöhnliche Erinnerungen abgespeichert. Sie sind oft bruchstückhaft, mit starken Körperreaktionen verbunden und dem bewussten Nachdenken schwer zugänglich. Reden allein erreicht sie deshalb manchmal nicht.
Hypnose ist seit ihren Anfängen eng mit der Behandlung von Traumafolgen verbunden. In Trance lassen sich innere Bilder von Sicherheit und Halt aufbauen, auf die Sie später jederzeit zurückgreifen können. Belastende Erinnerungen können in kleinen, verträglichen Schritten bearbeitet werden, mit Abstand und ohne überflutet zu werden. Und Sie behalten dabei die Kontrolle: Trance ist ein Zustand gebündelter Aufmerksamkeit, kein Kontrollverlust.
Wie wir arbeiten würden
Traumatherapie folgt einer klaren Reihenfolge. Zuerst geht es um Stabilität: Sie lernen, sich selbst zu beruhigen, zu schlafen, Abstand herzustellen, wenn es zu viel wird. Selbsthypnose ist dabei ein wichtiges Werkzeug. Erst wenn dieser Boden trägt, wenden wir uns den belastenden Erfahrungen zu. Am Ende steht die Frage, wie das Leben weitergeht, wenn das Alte nicht mehr so viel Platz braucht.
Sie bestimmen das Tempo. Sie müssen nichts erzählen, was Sie nicht erzählen wollen, und schon gar nicht beim ersten Mal. Wir können jederzeit innehalten.
Wenn Sie wissen wollen, ob das für Sie passt: Das telefonische Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.
Ein erstes Gespräch, kostenlos und unverbindlich
Schreiben Sie mir über das Formular, ich rufe Sie zurück. Im telefonischen Erstgespräch erzählen Sie, worum es geht, und stellen Ihre Fragen. Wir klären, ob es passt – für beide Seiten.
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